14. November 2020

„Ist das noch Schule?“ – 8w dreht Filme mit Profis

Nach den Sommerferien ist mit der 8w erstmals eine Profilklasse am HGO gestartet, die in drei Schulstunden pro Woche in einem Pilotprojekt mit dem Schwerpunkt „Wirtschaftslehre und Wirtschaftsethik“ unterrichtet wird.

Seit Schuljahresbeginn arbeiten die 30 Schülerinnen und Schüler an der Entwicklung und Produktion von Kurzfilmen, die sie im Februar 2021 beim Kurzfilmwettbewerb „BÄNG. Plötzlich alles anders“ einreichen werden. Veranstalter des Wettbewerbs ist Blickwechsel e.V., ein Verein für Medien- und Kulturpädagogik in Göttingen. Einzelne Schülergruppen befassen sich z.B. mit den Themen „Eine Welt ohne Verpackungen?“, „Städtebau im Jahr 2100“ oder „Fortbewegung der Zukunft“. Die kreativen Filmideen der Schülerinnen und Schüler konnten die Jury bereits vor dem ersten Drehtag überzeugen: Belohnt wurden Sie mit zwei professionellen Filmworkshops!

Nachdem mit Catharina Göldner schon am 30.10.2020 eine Berliner Drehbuchautorin und Regisseurin den jungen Kurzfilmern die Grundlagen filmischer Dramaturgie nahegebracht und die verschiedenen Filmideen mit ihnen weiterentwickelt hatte, folgte am 13.11. die Fortsetzung der Workshops mit Frau Göldner, Tim Fischer, Markus Götte und Tobias Milde. In einer Mischung aus Präsenz- und Online-Workshops konnten sich die Filmteams den ganzen Freitag lang in Kleingruppen in die Schwerpunkte Animation, Dokumentation, Interview und Spielfilm vertiefen und mit den grundlegenden Fragen der Filmsprache, Kameraführung,  Interview- und Schneidetechnik vertraut machen. Am Ende des Tages hatten alle Schülerinnen und Schüler verschiedene Filmszenen gedreht bzw. animiert und zu einem ersten eigenen Kurzfilm zusammengeschnitten, der zum Abschluss der Workshops der Klasse präsentiert werden konnte. „Die Schülerinnen und Schüler haben ausgesprochen selbstständig und sehr engagiert gearbeitet“, bringt Videojournalist Tim Fischer seine Beobachtungen zum Ausdruck. Regisseurin Göldner fügt hinzu: „Man merkte, dass sie richtig Lust darauf hatten. Die Schülerinnen und Schüler können sehr stolz auf ihre Ergebnisse sein.“ Und auch die Schülerinnen und Schüler ihrerseits wussten die professionelle Unterstützung sehr zu schätzen, wie Lasses Einschätzung zeigt: „Es war richtig cool, dass einige Experten da waren, die man fragen konnte. Wir sind richtig gut vorangekommen.“

Sicherlich hängt das große Engagement der 8w auch mit dem freien und selbstverantworteten Lernformat des Projekts zusammen. Dazu passt es, wenn Melina sagt: „Ich fand besonders schön, dass wir so viel Freiheit hatten.“ Und auch Sophias unvermittelte Frage im Verlauf des Tages überrascht in dem Zusammenhang nicht: „Ist das noch Schule?“ – „Ja“, antworten die Profillehrer Herr Schierke und Frau Berghaus unisono, „auch das ist Schule! Der Profilunterricht bietet hier ganz besondere Möglichkeiten, solch spannende und komplexe Projekte in Angriff zu nehmen, die über das bewährte schulische Methodenrepertoire hinausgehen.“

Und so fällt das Fazit aller Beteiligten gleichermaßen positiv aus: Diese Form des Lernens ist anders, und sie macht Lust auf mehr. „Ich wünschte, jeder Schultag wäre so.“ fasst Alizia den Eindruck vom Tag zusammen. Im Februar werden dann die fertigen Kurzfilme zu sehen sein.