Starke HGO-Teams und spannende Wettkämpfe
Surrende Motoren und rauchende Köpfe in Rastede: Beim diesjährigen RoboCup Nordwest trafen sich technikbegeisterte Teams aus der gesamten Region, und sogar aus Rostock, um ihre Roboter in den verschiedenen Rescue-Disziplinen zu messen. Ausgerichtet vom Herbartgymnasium, der KGS Rastede und dem Gymnasium Bad Zwischenahn, stand der dreitägige Wettbewerb ganz im Zeichen von intensiver Tüftelarbeit und fairem Austausch. Allein das HGO ging mit 29 Teams an den Start, und das durchaus erfolgreich.
Besonders viel Betrieb herrschte in der Disziplin Rescue Line Entry, in der die jüngsten Teams antraten. 61 Teams traten hier gegeneinander an. Für viele war es der erste RoboCup überhaupt, entsprechend groß waren Aufregung, Motivation und die Freude über jeden gelungenen Lauf. Den Bugs (Lars Frehland und Thees Heuten) gelang dabei ein hervorragender Start: Sie steigerten sich dazu kontinuierlich, was am Ende verdient mit Platz 1 belohnt wurde. Platz 2 sicherte sich das Team PSpike mit Raphael Barning, Ilyas Bayrhammer und Maximilian Karau. Dahinter blieb es bis zuletzt spannend, denn zahlreiche Teams lieferten sich enge Kopf-an-Kopf-Rennen, bei denen oft nur kleine Anpassungen über die Platzierung entschieden.
Auch im Bereich Rescue Maze war Spannung garantiert. Die Photonen (ehemals LEDs) mit Fynn Anft, Lorenz Rehberg und Sönke Nagl zeigten einmal mehr ihre Erfahrung und verteidigten ihren Titel souverän mit Platz 1. Gleichzeitig machten die nachrückenden Teams deutlich, dass sie den Anschluss nicht scheuen müssen. TTCDemo mit Carl Gerdes, Tom Kloppenburg und Tara Steinfort erkämpfte sich einen starken dritten Platz. In der Kategorie Maze Entry überzeugte Rust_in_πce mit Till Dietz, Eike Pallesen und Bayar Salam Hasan durch sehr souveräne Leistungen und erreichte Platz 2. Platz 3 ging an sensorischUnfähig (Piet Uphoff, Bastian Macke, Piet Erdmann, Erik Weiß). Weitere Teams nutzten den Wettbewerb, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln: Nicht jeder Lauf verlief zufriedenstellend, aber jeder brachte neue Erkenntnisse und Verbesserungen.
In der Disziplin Rescue Line wurde deutlich, wie stark der Anspruch in den letzten zwei Jahren gestiegen ist. Die Roboter mussten nicht nur zuverlässig einer Linie folgen, sondern komplexe Entscheidungssituationen bewältigen: in der Opferzone zwischen lebenden und toten Opfern unterscheiden, diese sicher in eine angehobene Schutzzone bringen und den Roboter anschließend gezielt aus der Opferzone herausfahren. Vier Teams des Herbartgymnasiums gingen hier an den Start. Besonders spannend war das enge Duell der Fachgruppe Kabelbrand (Tim Mackau, Tom Hornig, Jacob Hauke), die sich am Ende, nur knapp an dem ersten Platz vorbei, mit einem tollen zweiten Platz belohnte. Dass beim RoboCup Erfolg und Rückschlag oft nah beieinanderliegen, zeigte sich am Beispiel der Stoppersockenkleber (Jonas Gärtner, Nikola Schwerter, Cosima Kürten, Inken Willerbach): Kurz vor dem Wettbewerbsstart wurde ihr Arduino-basierter Roboter durch einen technischen Defekt außer Gefecht gesetzt. Statt aufzugeben, reagierte das Team flexibel, wechselte kurzerhand auf einen Lego-Roboter und erzielte damit noch solide Leistungen. Diese reichten zwar nicht mehr für eine Qualifikation, stellten aber eindrucksvoll Teamgeist, Improvisationsfähigkeit und technische Kompetenz unter Beweis.
Über alle Disziplinen hinweg überzeugten die Teams durch konzentrierte, selbstständige und faire Arbeit. Allen 29 Teams des Herbartgymnasiums gebührt großes Lob für ihren Einsatz, ihre Ausdauer und die Qualität ihrer Arbeit! Wir sind stolz, dass sich insgesamt 18 unserer Teams aus den verschiedenen Disziplinen für die deutschen Meisterschaften qualifizieren konnten. Ein besonderer Dank gilt zudem unseren Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, die sich auch in diesem Jahr wieder verlässlich und mit großem Engagement eingebracht haben!
Wir danken auch Thorge Eggert von der KGS Rastede für die Bereitstellung der Bilder.













